Das Baby in der 21. Schwangerschaftswoche:

Der Fötus hat jetzt ein Gewicht von circa 380 Gramm und eine Scheitel-Steiß-Länge von ca. 170  bis 180 mm. Von jetzt an nimmt das Gewicht des Fötus jede Woche rund 100 Gramm zu. Der durchschnittliche Kopfdurchmesser beträgt etwa 5,2 cm und der Herzschlag wird kräftiger. Inzwischen sind Schlaf und Wachphasen zu erkennen.


Gut zu wissen für die werdende Mama:

Die Schwangerschaft geht in die zweite Halbzeit. Rückenschmerzen treten jetzt auf oder verstärken sich. Eine gerade Stehposition, der Verzicht auf Stilettos und andere hochhackige Schuhe sowie ein unterstützendes Kissen beim Sitzen können dagegen helfen. Zu Schwindel kann es kommen, wenn eine Schwangere längere Zeit auf dem Rücken liegt, weil in dieser Position die Gebärmutter mit dem Baby auf die große Hohlvene (Vena cava inferior) im unteren Bauchraum drückt. Durch den Druck kommt weniger Blut zum Herzen zurück. Als Folge schlägt das Herz schneller, um genug Blut durch den Körper zu transportieren. Trotzdem reicht die Sauerstoffmenge nicht aus – es folgen Schwindelgefühle, kalter Schweiß oder Atemnot. Sobald die Liegeposition verändert wird, lassen diese Symptome jedoch sicherlich nach. Falls nicht, sollte die Schwangere jedoch ihren behandelnden Arzt kontaktieren.

Wassereinlagerungen führen jetzt dazu, dass Ringe und Schuhe eng sitzen. Das ist zwar ärgerlich aber kein Grund zur Sorge. Besorgniserregend sind Wassereinlagerungen (Ödeme) nur, wenn weitere Symptome hinzukommen, wie Eiweiß im Urin und/ oder ein hoher Blutdruck. Das können Vorboten einer ernsten Stoffwechselentgleisung sein – Präklampsie genannt. Diese tritt meistens erst im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Gebärmutter, Blase und Darm werden während der Schwangerschaft von den Beckenbodenmuskeln gestützt. Das stetig steigende Gewicht des Fötus drückt auf die Muskeln. Die Geburt sorgt ebenfalls für eine Dehnung der Muskel. Damit die Beckenbodenmuskel nach der Geburt wieder normale Spannung haben, macht es Sinn, die Beckenbodenmuskeln bereits ab der 21. SSW zu trainieren.
Zwischen der 18. und der 22. Woche steht die zweite große Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung mit Ultraschall auf dem Plan. Der Arzt achtet dabei insbesondere darauf, ob sämtliche Organe richtig angelegt und Arme und Beine altersgemäß entwickelt sind. Außerdem werden die Bewegungen des Fötus beobachtet und das Gesichtsprofil nach Auffälligkeiten kontrolliert. Die Sonographie hilft dabei, den Sitz der Plazenta zu bestimmen und zu kontrollieren ob die Fruchtwassermenge für eine optimale Versorgung des Kindes ausreichend ist. Junge oder Mädchen? Das Geschlecht kann jetzt leicht gesehen werden.

Gegenstand dieser Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung ist:

  • Ultraschalluntersuchung
  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruckkontrolle
  • Urinuntersuchung
  • Tokogramm
  • Hämoglobin-Bestimmung


Rundum versorgt in der Schwangerschaft

Damit der Nachwuchs unbelastet in sein neues Leben starten kann, sollte die werdende Mama unbedingt auf Nikotin, Alkohol und andere Drogen verzichten und sich von Umweltgiften fernhalten! Zur Begünstigung des Zellwachstums sollte die gesamte Schwangerschaft hindurch Folsäure eingenommen werden und auch sonst ist darauf zu achten, dass der Körper der werdenden Mutter entweder durch eine ausgewogene Ernährung oder alternativ durch die Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln optimal versorgt ist.


Gut zu wissen für den werdenden Papa:

Schwangere können sehr hartnäckig in der Vertretung ihrer Interessen werden. Sie werden zunehmend vom Nesttrieb in Beschlag genommen und bereiten alles für ihren Nachwuchs vor. Dazu gehört auch sicherzustellen, dass sich der Vater nicht nur seinen Interessen und Hobbies nachgeht, sondern sich auch um Mama und Kind kümmert. Nachsicht und viel reden hilft, die Fronten zu entschärfen. Gerade in einer Schwangerschaft ist es wichtig, dass die Partner viel Verständnis füreinander aufbringen.