Das Baby in der 20. Schwangerschaftswoche:

Der Fötus hat jetzt ein Gewicht von ca. 300 Gramm und eine Scheitel-Steiß-Länge von 160 mm. Es bilden sich jetzt Talgdrüsen an Eichel und kleine Schamlippen – beim Mädchen ist die Gebärmutter bereits angelegt. Die Bewegungen des Fötus sind im Ultraschall zu sehen und werden von der Schwangeren wahrgenommen. Das Ungeborene trinkt in dieser Phase der Schwangerschaft viel Fruchtwasser und scheidet es als Urin wieder aus. Die Nerven bilden sich aus und steuern fortan die Sinne des Babys: Es kann inzwischen sehen, hören, riechen, schmecken und tasten.


Gut zu wissen für die werdende Mama:

Die Hälfte der Schwangerschaft ist vorüber. Bei der ersten Schwangerschaft fällt jetzt auf, dass der Fötus gerne einmal zutritt. Auf Nabelhöhe kann die Schwangere jetzt den obersten Punkt ihrer Gebärmutter, den sogenannten Fundus, sogar ertasten. Der Fundus war früher bei den Vorsorgeuntersuchungen durch Hebammen ein wichtiger Gradmesser über den Fortschritt der Schwangerschaft. Er zeigt die Größe der Gebärmutter und damit die des Fötus an. Bis zur 36. Schwangerschaftswoche wächst der Fundus vom Schambein über die Höhe des Nabels immer weiter nach oben. Zuletzt kann er unter dem Brustbein ertastet werden. Zwischen der 18. und der 22. Woche steht die zweite große Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung mit Ultraschall auf dem Plan. Der Arzt achtet dabei insbesondere darauf, ob sämtliche Organe richtig angelegt und Arme und Beine altersgemäß entwickelt sind. Außerdem werden die Bewegungen des Fötus beobachtet und das Gesichtsprofil nach Auffälligkeiten kontrolliert. Die Sonographie hilft dabei, den Sitz der Plazenta zu bestimmen und zu kontrollieren ob die Fruchtwassermenge ausreichend ist. Junge oder Mädchen? Das Geschlecht kann jetzt leicht gesehen werden.

Gegenstand dieser Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung ist:

  • Ultraschalluntersuchung
  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruckkontrolle
  • Urinuntersuchung
  • Tokogramm
  • Hämoglobin-Bestimmung


Rundum versorgt in der Schwangerschaft

Damit der Nachwuchs unbelastet in das neue Leben starten kann, sollte die werdende Mama unbedingt auf Nikotin, Alkohol und andere Drogen verzichten und sich von Umweltgiften fernhalten! Zur Begünstigung des Zellwachstums sollte die gesamte Schwangerschaft hindurch Folsäure eingenommen werden und auch sonst ist darauf zu achten, dass der Körper der werdenden Mutter entweder durch eine ausgewogene Ernährung oder alternativ durch die Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln optimal versorgt ist.


Gut zu wissen für den werdenden Papa:

Spätestens jetzt stellt sich die Frage, ob der werdende Vater zum Geburtsvorbereitungskurs mitgehen sollte oder nicht. Ein Kompromiss ist ein sogenannter Partner-Kurs, in welchem die ersten Kurseinheiten von der Schwangeren allein besucht werden und in zwei Kurseinheiten, wo es hauptsächlich um den Geburtsablauf geht, der werdende Vater mitkommt. So ist auch der werdende Papa auf den Ernstfall optimal vorbereitet.