Das Baby in der 13. Schwangerschaftswoche:

In den nächsten Schwangerschaftswochen nimmt die Schwangere erwartungsgemäss an Gewicht zu. Der wachsende Baby-Bauch wird plötzlich für alle sichtbar. Etwa ein Viertel der gesamten Gewichtszunahme erfolgt zwischen der 12. und 20. Schwangerschatswoche. Das Gesicht des Ungeborenen bekommt mehr und mehr menschliche Züge: Es kann gähnen und die Stirn runzeln, den Mund öffnen und schließen. Außerdem kann es jetzt die Hände zu Fäustchen formen und innere innere Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse nehmen ihre Arbeit auf. Langsam wachsen auch die äußeren Geschlechtsorgane. Fortan verlangsamt sich das Wachstum des überdimensionale Kopfes, der Rest des Körpers holt allmählich auf. Knochengewebe entsteht und die Rippen werden sichtbar.

Gut zu wissen für die werdende Mama:

Die Entwicklung des Mutterkuchens (Plazenta) schreitet rasch voran - zwischen der 13. und 23. Schwangerschaftswoche vergrößert er sich stark.
Seine wachsende Oberfläche sorgt dafür, dass der Sauerstoffaustausch mit der kindlichen Entwicklung Schritt hält. Der Mutterkuchen ermöglicht den lebenswichtigen Austausch zwischen dem Blutkreislauf der Schwangeren und dem des Fötus. Eine weitere Aufgabe des Mutterkuchens ist, den Fötus vor schädlichen Stoffen zu bewahren und diese zu filtern.

Schwangere haben die Möglichkeit zwischen der 11. und 13. Woche parallel zur regulären Vorsorge ein „Ersttrimester-Screening“ (Nackenfaltenmessung) durchführen zu lassen. Mit dem Ergebnis lässt sich kalkulieren, wie hoch das Risiko der ist, ein Kind mit bestimmten Behinderungen zu bekommen. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse allerdings nur von Frauen über 35 oder mit besonderen familiären Risiken übernommen. Von zentraler Bedeutung des Screenings ist die Ultraschallmessung der Nackentransparenz (NT) des Fötus. Im Fall mancher Chromosomenveränderungenwie z.B. beim Down-Syndroms, aber auch einiger Herz- und anderer Fehlbildungen, staut sich in der Nackenregion vermehrt Flüssigkeit. Dies ist im Ultraschallbild sichtbar und messbar.

Der Arzt kombiniert die Nackenfaltentransparenzmessung (NT) üblicherweise mit einem Test, der die Konzentration der beiden Stoffe (ß-hCG und PAAP-A) im Blut der Mutter bestimmt. Das Ergebnis der Nackentransparenz-Messung und das Alter der Schwangeren werden ins Verhältnis gesetzt und erlaubt auf diese Weise eine recht zuverlässige Risikoberechnung. Konkreten Aufschluss geben jedoch erst weitere Untersuchungen wie eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Sonografien. Das Ersttrimester-Screening, woch auch die Blutwerte und Alter der Frau für eine Risikoberechnung ins Verhältnis gesetzt worden waren, hat den früheren Triple-Test weitgehend ersetzt, weil er heute als zu ungenau eingestuft wird.

Befürworter raten zum Screening, weil es die Schwangere in ihrer Schwangerschaft bei Unauffälligkeiten entlastet. Kritiker hingegen geben zu bedenken, dass das Ergebnis der Untersuchung zu unnötigen Verunsicherungen führen kann, denn etwa zwei bis acht Prozent der unter 35-Jährigen erhalten fälschlicherweise den Befund eines erhöhten Risikos. In diesen Fällen bringt eine anschließende Amniozentesen häufig Klarheit.


Rundum versorgt in der Schwangerschaft

Damit für den Nachwuchs einen unbelasteten und starken Start ins Leben gewährleistet ist, sollte die werdende Mama unbedingt auf Nikotin, Alkohol und andere Drogen verzichten und sich von Umweltgiften fernhalten! Zur Begünstigung des Zellwachstums sollte die gesamte Schwangerschaft hindurch Folsäure eingenommen werden und auch sonst ist darauf zu achten, dass der Körper der werdenden Mutter entweder durch eine ausgewogene Ernährung oder alternativ durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln optimal versorgt ist.

Gut zu wissen für den werdenden Papa:

Am meisten tun werdende Väter für ihr heranwachsendes Kind, indem sie ihre schwangere Partnerin im Alltag möglichst gut unterstützen und die emotional stärken. Forschungen zur vorgeburtlichen Entwicklung weisen darauf hin, dass die körperliche und seelische Verfassung des Ungeborenen durch Stress negativ beeinflusst wird.