Die Gefahr von Alkohol bei Kinderwunsch

Alkohol und Kinderwunsch vertragen sich nicht sehr gut. Der Genuss alkoholischer Getränke ist jedoch tief in unserer Kultur verwurzelt, sodass viele Frauen die Kombination aus Alkoholkonsum und Kinderwunsch nicht als gefährlich erachten. Doch Alkohol hat viele Einflüsse auf die Gesundheit unseres Körpers und somit auch auf die zukünftige Schwangerschaft. Alkohol wird längst als eine sehr gefährliche Droge eingestuft, auch wenn sie nach wie vor in unserer Gesellschaft akzeptiert ist.1

 

Was passiert bei Alkoholkonsum  trotz Kinderwunsch?

Die Mundschleimhaut, die Magenschleimhaut und der obere Dünndarm leiten das Gift (Alkohol) ins Blut weiter, was sich sehr negativ auf den Kinderwunsch auswirken kann. Die Verteilung über den Blutkreislauf erfolgt gleichmäßig und ist nach circa 60 Minuten abgeschlossen. Alkohol gehört zu den wasserlöslichen Stoffen, weshalb Frauen aufgrund ihres höheren Fettanteils und der geringeren Körperwassermenge weniger Alkohol als Männer vertragen. Der Abbau findet in der Leber statt, während dieses Prozesses entsteht im Körper Acetaldehyd, ein giftiger Stoff, der sich im ganzen Körper ausbreitet. Alkoholkonsum bei Kinderwunsch greift darüber hinaus die Zellmembranen an, das wiederum wirkt sich hemmend auf das Enzymsystem aus und führt zu weiteren indirekten Schäden.2 Frauen sollten generell auf Alkohol beim schwanger werden verzichten, aber auch für Männer gilt: Alkohol und Kinderwunsch vertragen sich nicht.


Alkohol und Kinderwunsch – so nimmt er Einfluss

Sowohl für Frauen als auch für Männer gilt, dass Alkohol den Kinderwunsch deutlich verzögern und negativ beeinflussen kann. Es wurde mittlerweile nachgewiesen, dass der regelmäßige Genuss von Alkohol bei Männern zu einer Verformung der Spermienköpfe führt und somit eine Befruchtung des Eis unmöglich wird. Konsumiert der Mann größere Mengen auf einmal, sinkt die Produktion der für die Spermienbildung notwendigen Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) für einen längeren Zeitraum, eines der Hauptprobleme bei Alkohol und Kinderwunsch.3,4,5 Bei Frauen führt regelmäßiger Alkoholkonsum zu Störungen des Zyklus und wahrscheinlich auch zu einer Störung der Gelbkörperproduktion, einem Hormon, das für die Befruchtung zwingend notwendig ist. Um eine gesunde Schwangerschaft zu unterstützen und zu erhalten, sollten Frauen und Männer mit Kinderwunsch auf Alkohol verzichten.


Alkohol und Kinderwunsch – in der Öffentlichkeit

Es fällt in unserer Gesellschaft schwer keinen Alkohol zu trinken, bei fast jeder Gelegenheit werden alkoholische Getränke gereicht. Eine gute Alternative zum Alkohol bei Kinderwunsch sind alkoholfreie Getränke wie alkoholfreies Bier oder auch Wein und Sekt, wie sie inzwischen überall auf dem Markt angeboten werden. Es wahrt den Schein und ist gesellschaftlich akzeptiert. Gesünder sind allerdings Fruchtsäfte, denn sie führen dem Körper wichtige Vitamine und Spurenelemente zu und helfen, im Gegensatz zum Alkohol, eher beim schwanger werden. Soll der Kinderwunsch noch ein Geheimnis bleiben, so können Sie darauf verweisen, dass Sie beispielsweise Medikamente einnehmen, die sich mit Alkohol nicht vertragen, einen Fastenmonat eingelegt haben oder aufgrund gehäufter Migräne auf Alkohol verzichten möchten.

 

Vitamine und Mikronährstoffe statt Alkohol

Alkohol entzieht dem Körper nicht nur Flüssigkeit und damit wertvolle Spurenelemente, sondern stört auch den Vitaminhaushalt, welcher jedoch entscheidend für eine gesunde Schwangerschaft ist. Nahrungsergänzungsmittel können zusätzlich helfen den Mineralstoffhaushalt auszugleichen und den Kinderwunsch nach Alkoholkonsum zu unterstützen. Ganz wichtig ist es für Frauen als auch für Männer auf eine gesunde Ernährung zu achten, dazu gehört der Verzicht auf Alkohol während des Kinderwunsches. Nur so ist der Körper in der Lage, die nötigen Hormone in ausreichender Menge zu produzieren und für eine Schwangerschaft die nötigen Kraftreserven aufzubauen. Kommt es dennoch zu einem Glas Alkohol, so ist der Kinderwunsch nicht sofort gefährdet.


Referenzen
(1) http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,726432,00.html
(2) http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/user_upload/DocUpload/alkohol_koerper.pdf
(3) http://www.kinderwunsch-cyclotest.de/schwangerschaft-planen/vorbereitung-schwangerschaft/alkohol-nikotin/alkohol-und-zigaretten-kinderwunsch.php
(4) http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/f/FSH.htm
(5) http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/l/LH_Maenner.htm